Archiv der Kategorie: Naturfeuilleton

Im Schilderwald (der Mark)

Deutschlands Schilderwald blüht am besten auf Asphalt, doch natürlich auch im märkischen Wald. Aber dort, wo so klangvolle Namen wie zur „Silberkehle“, „Wolfsschlucht“, „Drachenkehle“ oder „Poetensteig“ die Wegweiser zieren, ereignet sich regelmäßig Schwund, denn Sammler gibt es wohl für alles … Weiterlesen

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Krautige Briefkost

Krautsalat war zu DDR-Zeiten in der Mark eine bis zum Überdruss verzehrte Speise – in Ermanglung von Alternativen. Lange habe ich nach der Wende Kraut-Enthaltsamkeit geübt, doch nach 16 Jahren sprang mich doch ein gesunder Heißhunger auf das traditionelle Wintergemüse … Weiterlesen

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Räucherwürstchen (17)

Ja, und vielleicht noch diese Geschichte, bevor ich „Die Mappe meiner Großmutter“ erst einmal wieder schließe: Weihnachten ist es leer im Winsviertel. Die Zugezogenen sind auf Genesungsurlaub in ihre sächsischen, thüringischen, schwäbischen oder bayerischen Bergdörfer entschwunden. Ureinwohner mit Anhang puppen … Weiterlesen

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Kochkünstler II (16)

Nach 35 Ehejahren gestand mein Vater erstmals meiner Mama: „Liebste, du kannst kochen, was du willst, es schmeckt immer wie Gulasch.“ Wer ernährungstechnisch so aufwuchs, tut gut daran, einen Koch im Freundeskreis als Chance zu verstehen. Horst tauchte mit den … Weiterlesen

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Kochkünstler (15)

Ein Koch kommt selten allein. Jedenfalls in Berlin. Wo einer ist, taucht bald der nächste auf – divenhaft, denn Köche sind Künstler. In unserer Kneipe waren es seinerzeit plötzlich vier. Seither sind paradiesische Verhältnisse im Szene-Klüngel ausgebrochen. Kulinarisch gesehen. Aber … Weiterlesen

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Großstadtgewächse (14)

Nach jenem Silvester war die Zeit meiner Ferienreisen in das Lausitzer Land vorbei. Die Mappe meiner Großmutter dümpelte nun irgendwo zwischen den Andenkenstücken meiner Eltern. Und die Erinnerungen an ihre Hausmittel verstaubten. Lange bekam ich keinen weiten Himmel und keinen … Weiterlesen

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Mutterns Gong (13)

Eine gewaltige Aloe wucherte immer auf Großmutters Südfenster. Eigentlich konnte ich an dem dornigen Gewächs nicht gerade Schönheit entdecken. Doch es wuchs dort, bekam Kinder und Kindeskinder, um in jenem Moment Hilfe zu spenden, wenn sich wieder einmal einer die … Weiterlesen

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Kartoffelfeuer (12)

Die schulfreie Woche im Oktober hieß in Ostdeutschland bis weit in die 60er Jahre Kartoffelferien. Alles was zupacken konnte, rückte dann als Erntehelfer aus, die Menschen aus den städtischen Betrieben und die Schulkinder auch. 20 Pfennige brachte ein gelesener Kartoffelkorb. … Weiterlesen

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Ein Mittel gegen Tristesse (11)

Die Farbe meiner Kindheit war grau. Eine Farbe der Schatten, die allgegenwärtig Gemäuer, Kleidung und Gesichter überzog. Nur der Wandel der Jahreszeiten gaukelte Veränderung. Das alte Foto aus Großmutters Mappe vom Reichenbacher Bahnhof stammt aus dem Jahre 1920. Seither sieht … Weiterlesen

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Der Klassiker (10)

In der Volksmedizin gilt Apfelessig seit jeher als ein Gesundheitselixier. Ich erinnere mich jedoch ungern an den eigenwilligen, altweiberhaften Duft, den er verströmte. Großmutter benutzte ihn statt Seife, als tägliches Getränk, als Einreibung und auch zum Putzen im Haushalt. Als … Weiterlesen

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